3. Juni 2016

Microsoft Dynamics NAV 2016: Mobilität und Cloud-Integration


Seit Oktober 2015 steht die neueste Version von Microsofts ERP-Software unter dem Namen Dynamics NAV 2016 zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorgänger wurden in der aktuellen Version vor allem die Bereiche Mobile- und Cloud-Computing verbessert. Doch welche Funktionen sind wirklich neu und welche konkreten Vorteile bringen die Innovationen im Unternehmensalltag?

Wenn es um die digitale Verwaltung und Planung von Ressourcen geht, ist ERP-Software (Enterprise Resource Planning) aus den meisten Unternehmen kaum mehr wegzudenken. Aufgrund des bestehenden Bedarfs an möglichst umfassenden und effizienten Lösungen existieren neben Microsoft Dynamics NAV zahlreiche Konkurrenzprodukte, deren Funktionsumfang auf den ersten Blick ähnlich scheint. Um Unternehmen die Kaufentscheidung zu erleichtern, sind in diesem Artikel die wichtigsten Neuerungen in NAV 2016 sowie generelle Alleinstellungsmerkmale des Produkts zusammengestellt. Der Vergleich mit einem der erfolgreichsten Konkurrenzprodukte – SAP Business One – zeigt, wo die großen Stärken der bewährten ERP-Software liegen.

ERP für kleine und mittlere Unternehmen

Das aus der Vorgängerversion Navision hervorgegangene Dynamics NAV bietet kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, sämtliche Geschäftsprozesse vollständig digital abzubilden. Entsprechend der jeweiligen Anwenderrolle lassen sich Projekt- und Finanzmanagement, Marketing und Vertrieb, Einkauf und Lagerverwaltung sowie weitere anfallende Aufgaben mit Hilfe in die Software integrierter beziehungsweise integrierbarer Werkzeuge effizient bewältigen. Dank der Verwaltung aller Daten und Dokumente über eine zentrale Datenbank ist zum einen deren Konsistenz gewährleistet; zum anderen können auf diese Weise alle betriebswirtschaftlich relevanten Daten unkompliziert miteinander in Beziehung gesetzt und mit den integrierten Business-Intelligence-Werkzeugen ausgewertet werden. Neben der Installation auf einem firmeneigenen Server kann Dynamics NAV auch als Software-as-a-Service (SaaS) genutzt werden.

Neue Features – auch für unterwegs

Der Begriff „Cloud“ ist ein wichtiges Stichwort im Zusammenhang mit den Neuerungen in NAV 2016: Das Zusammenspiel zwischen der Software und Microsofts Cloud-Technologie wurde im Rahmen der neuen Version verbessert. Dies gilt vor allem für die nun nahtlose Integration von Office 365, CRM Online zur Analyse von Markttrends und Power BI zur Datenvisualisierung sowie für die Interaktion mit der Cloud-Plattform Azure.

Die Möglichkeiten für Mitarbeiter, die beispielsweise im Vertrieb oder im Home Office tätig sind, auch mobil auf Dynamics NAV zuzugreifen, haben sich signifikant verbessert. Dank universeller Apps für Tablets und Smartphones kann – bei gleichzeitiger Beibehaltung des Rollenkonzepts – unterwegs mit der Software gearbeitet werden. Die mobilen Anwendungen sind sowohl für Geräte mit Android- als auch für solche mit Windows- oder iOS-Betriebssystem erhältlich.
Weitere funktionale Erweiterungen sind unter anderem:
  • eine umfangreiche Verbesserung des Webclients
  • die Möglichkeit, eigene Workflows zur Automatisierung von Prozessen zu definieren
  • Eine integrierte OCR-Funktion (Texterkennung) zur Digitalisierung eingehender Dokumente wie Rechnungen oder Quittungen – das Erfassen von Dokumenten funktioniert auch mit mobilen Geräten.
  • Die standardmäßige Integration vieler beliebter Features der Vorgängerversion – dies gilt unter anderem für die Buchungsvorschau sowie für den nun automatischen Import aktueller Wechselkurse.

Klare Vorteile für NAV-User beim Wettbewerbsvergleich

Eines der bekanntesten Konkurrenzprodukte von Dynamics NAV 2016 ist Business One aus dem Hause SAP. Beim direkten Vergleich lassen sich allerdings einige wichtige Vorteile für Unternehmen festhalten, die sich für die Software von Microsoft entscheiden. Neben der Verwendung des Datenbankmanagementsystems Microsoft SQL Server, das sich im Gegensatz zur erst vor wenigen Jahren entstandenen HANA-Datenbank von SAP bereits über zwei Jahrzehnte hinweg bewährt hat, sprechen unter anderem folgende Punkte für die Verwendung von NAV 2016:
  • Anpassungen und Weiterentwicklungen können dank offenem Quellcode bei Dynamics NAV im Gegensatz zu Business One auch von internem Personal durchgeführt werden.
  • Der Zugriff über mobile Anwendungen ist bei Dynamics NAV bereits möglich, bei Business One bislang jedoch nicht.
  • Standard-Software zur Dokumentbearbeitung wie beispielsweise Office 365 kann in Dynamics NAV nahtlos integriert werden.
  • Im Gegensatz zu Business One verfügt Dynamics NAV über ein integriertes Projektsystem.
  • Kontoauszüge können in Dynamics NAV automatisiert verarbeitet werden, was im Vergleich zur manuellen Verarbeitung mit Business One eine hohe Zeitersparnis zur Folge hat.

Umstieg auf Dynamics NAV 2016 als cleverer Schritt in Richtung Zukunft

Wayne Morris, Corporate Vice President von Microsoft Dynamics, bezeichnete Dynamics NAV 2016 als Meilenstein für Microsofts ERP-Lösungen für kleinere und mittelständische Unternehmen. Die Vielzahl zukunftsweisender und nützlicher Neuerungen – darunter vor allem die Einführung universeller Apps für den mobilen Zugriff sowie die nahtlose Integration von Cloud-Services – geben ihm Recht.

Dynamics NAV 2016 lässt sich flexibel den Anforderungen jedes Unternehmens anpassen. Suchen Sie einen kompetenten Ansprechpartner, der Sie bei dieser Aufgabe optimal unterstützt? Dann schauen Sie bei unseren Dynamics NAV Services vorbei und nutzen Sie unsere langjährige Expertise zur perfekten Integration von Dynamics NAV 2016 in Ihre bestehende IT-Infrastruktur.

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für den guten Beitrag zum IT Finanzmanagement. Viele Dinge waren mir so bisher noch nicht bekannt.

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