3. Mai 2016

Cloud-Services für Unternehmen: Bedeutung, Chancen und Risiken


Cloud-Computing erfolgreich zu nutzen, bedeutet, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und Kosten in den Bereichen IT-Infrastruktur und -Administration einzusparen. Allerdings haben viele Unternehmen noch keine Vorstellung von den Möglichkeiten des abstrakten „Wolkengebildes“.

Um optimal von der Cloud profitieren zu können, ist es für Unternehmer und Führungskräfte unerlässlich, sich mit Konzepten und Möglichkeiten, aber auch mit Risiken des Cloud-Computing vertraut zu machen. Denn das Cloud-Konzept hat sich innerhalb kurzer Zeit vielfach bewährt und bietet für Firmen ein großes Potential, das weder ignoriert werden kann noch sollte.

Möglichkeiten der Cloud-Nutzung

Die Cloud kann nur dann einen echten Mehrwert bringen, wenn die Lösung den Anforderungen der jeweiligen Abteilung im Unternehmen entspricht. In diesem Zusammenhang ist ein Blick auf die Kategorisierung von Cloud-Lösungen sinnvoll, anhand derer sich die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen lassen:
  • Software as a Service (SaaS): Diese „einfachste“ Variante der Cloud-Nutzung beschränkt sich auf die Bereitstellung einer bestimmten Anwendung. Sie wird auf der Hardware des Cloud-Anbieters ausgeführt, der Endnutzer greift über eine Netzwerkverbindung vom PC oder einem mobilen Gerät darauf zu. Ein großer Vorteil besteht darin, dass keine Software-Lizenzen gekauft werden müssen. Updates kommen direkt vom SaaS-Provider.
  • Platform as a Service (PaaS): Hier wird eine Plattform für die Entwicklung, das Testing oder Hosting von Anwendungen bereitgestellt. Auf PaaS kann bei Bedarf eine Entwicklungs- oder Anwendungsumgebung bereitgestellt werden. Das spart Kosten, denn der Wartungsaufwand entfällt, der beim Betrieb einer solchen IT-Umgebung im Unternehmen anfallen würde.
  • Infrastructure as a Service (IaaS): Bei dieser Lösung wird eine komplette IT-Infrastruktur, also etwa Server, Speicher, Netzwerk und Betriebssystem, als On-Demand-Service angeboten. Unternehmen sparen somit Kosten für Hardware und teilweise auch Administration ein, indem sie die bestehende IT-Infrastruktur bei Bedarf durch den externen Cloud-Dienst erweitern.
Da diese Teilbereiche des Cloud-Computings unabhängig voneinander angeboten werden, können Unternehmen sich je nach Bedarf für die jeweils passende Art des Cloud-Services entscheiden.

Gute Gründe für die Nutzung von Cloud-Services

Ergänzend zu den bereits genannten Vorteilen lassen sich folgende Gründe für die Cloud-Nutzung zusammenfassen:
  • Cloud-Services sind zumeist sehr einfach einzurichten; häufig reicht die Anmeldung zur sofortigen Nutzung bereitgestellter Dienste – dies gilt insbesondere für SaaS-Angebote. Zudem haben die Nutzer eine einheitliche Anwendungsumgebung, die nicht von der lokale Hardware oder den auf der Hardware installierten Programmen oder Updates abhängt.
  • Die Kosten für Cloud-Ressourcen sind gegenüber den Anschaffungs- und Betriebskosten von eigener Hardware deutlich geringer und zudem – im Hinblick auf Schäden oder vollständige Ausfälle firmeninterner Hardware – auch besser kalkulierbar. Bei Bedarf lassen sich die benötigten Ressourcen mittels der Wahl eines anderen Tarifs flexibel anpassen.
  • Im Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters können einzelne Server problemlos ausgetauscht oder Software-Updates durchgeführt werden, ohne dass es zu Ausfällen kommt. Dies ist im Kontext einer internen IT-Infrastruktur mit wenigen Servern und Mitarbeitern meist nicht realisierbar.

Daten in der Cloud: Nachteile und Risiken

Selbstverständlich bringt die Nutzung von Cloud-Diensten – samt der damit verbundenen Datenspeicherung bei einem Provider – nicht nur Vorteile mit sich. Die häufigsten Bedenken beziehen sich auf die Sicherheit ihrer Daten bei der Übertragung und Speicherung. Wenn es um Datenverschlüsselung, die Protokollierung von Zugriffen und den Schutz von Zugangsdaten sowie Schnittstellen geht, müssen sich Nutzer von Cloud-Services auf ihren Provider verlassen können.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Angriffe auf die Cloud erfolgen nicht immer durch kriminelle Hacker. Auch Mitarbeiter des Dienstleisters sollten nach dem „Need to know“-Prinzip nur jene Befugnisse erhalten, die sie für ihre Arbeit benötigen. Zudem müssen ihre Zugriffe und Aktionen zentral erfasst und protokolliert werden. Unternehmer sollten daher ihren Provider verantwortungsvoll und sorgfältig wählen. Vertrauenswürdige Anbieter zeichnen sich meist durch hohe Transparenz hinsichtlich der Schutzmaßnahmen für Daten und Systeme aus und nehmen sich die Zeit, sicherheitsrelevante Fragen ihrer Kunden ausführlich zu beantworten.

Neben der Sicherheitsfrage als zentralem Aspekt sollten auch folgende potentielle Nachteile bedacht werden, die die Nutzung von Cloud-Services mit sich bringen kann:
  • Die Nutzung hat eine Abhängigkeit vom Provider zur Folge. Wenn dieser den Betrieb einstellt, gestalten sich Export und Weiterverwendung der gespeicherten Daten oft sehr aufwendig.
  • Das Unternehmen verlässt sich auf den Anbieter im Hinblick auf den lückenlosen Serverbetrieb und die Funktionsfähigkeit der bereitgestellten Software. Fehler oder Ausfälle können fatale Folgen haben und sind vom Kunden nicht beeinflussbar.

Die Cloud: kein Himmel ohne Wolken

Beim sorgfältigen Abwägen von Sicherheitsrisiken gegen den Mehrwert von Cloud-Services für Unternehmen wird deutlich, dass die Vorteile überwiegen. Hinsichtlich Kostenersparnis, Flexibilität und Effizienz gibt es auf lange Sicht keine Alternative zur Nutzung von Cloud-Diensten. Entscheidet man sich für einen vertrauenswürdigen und verlässlichen Anbieter, so übertreffen Cloud-Services im Hinblick auf die Sicherheit vertraulicher Daten in vielen Fällen die Schutzmaßnahmen firmeninterner IT-Abteilungen.

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