22. Februar 2016

Die Generation Y beeinflusst nicht nur das Einkaufsregal der Supermärkte, sondern auch die Arbeitswelt von heute und morgen…



„Wann ist aus Sex, Drugs und Rock 'n Roll eigentlich Veganismus, Laktose Intoleranz und Helene Fischer geworden?“ (@tomkraftwerk)


Seit den 2000er Jahren strömt eine neue Generation auf den Arbeitsmarkt und stellt Unternehmen mit ihren Anforderungen und Bedürfnissen vor neue Herausforderungen. Die Rede ist von der ,Generation Y‘ (englische Aussprache des y: why, zu Deutsch: warum). Ihren Namen erhält die Generation von der grundlegenden Einstellung, „Verhältnisse und Vorstellungen, die bisher als selbstverständlich galten, in Frage zu stellen“. Ersten Studien zur Generation Y (Ernst & Young, 2013; Johnson Controls, 2010; Forrester, 2006; Sheahan, 2005) zufolge verhalten sich die Vertreter dieser Generation tatsächlich anders als ihre Vorgängergenerationen. Freiheit, Unabhängigkeit, Gestaltungsmöglichkeiten und bedingungslose Offenheit sind grundlegende Bedürfnisse dieser Generation. Sie suchen Transparenz, Partizipation, Individualität und spielerische Elemente in der Arbeitswelt. An dem ca. 2400 Jahren alten Sokrates-Zitat: „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll (…).“, ist zu erkennen, dass die Debatte um Generationsunterschiede nicht neu ist. 

1 - Infografik Generationenwechsel
In Unternehmen arbeiten heutzutage bis zu drei verschiedene Generationen: Die Generation Babyboomer (1955er und 1970er) die Generation X (1970er-1985er) sowie die Generation Y (1985er-2000er). Speziell in den letzten beiden genannten Generationen kam es zu einer Verlagerung von Pflicht- und Disziplinwerten, wie z.B. hoher Leistungsorientierung, hin zu Selbstentfaltungs- und Autonomiewerten. Der Wunsch nach Leistung ist zwar immer noch vorherrschend in der Arbeitswelt, ein hoher Anteil der Arbeitnehmer, speziell die der Generation Y, sehen Arbeit aber nicht nur als reine Leistungserbringung, sondern vermehrt als einen Weg zur Selbstverwirklichung.

Der Diplompsychologe Robert Pfützner schreibt bereits im Jahr 1994 in seinem Werk über Mitarbeiterführung, dass die Jugendlichen dieser Zeit stärker dazu angeregt würden, zu hinterfragen und zur Diskussion zu stellen, nichts als selbstverständlich zu akzeptieren, sondern zu prüfen, für welche Ziele eine Verhaltensweise gefordert würde. Schlussfolgernd warf er schon damals auf, dass dies die Aufgabe des Vorgesetzten erschwere. Der Vorgesetzte kann somit nicht mehr nur durch Anordnung führen, sondern muss sich der Diskussion stellen und sein Tun begründen. 


Allgemein lässt sich zusammenfassen, dass die Veränderung der Wertorientierung höhere Ansprüche an die Qualität des Arbeitslebens und somit auch an die Qualität des Vorgesetzten stellt. Aufgrund der Abhängigkeiten zwischen Unternehmen und Mitarbeiterschaft ist es von Unternehmerseite her notwendig, die Anforderungen und Interessen der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Denn es ist ein zentraler Aspekt und eine Herausforderung der Mitarbeiterführung, die Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgeber in Einklang zu bringen. Für Führungskräfte gilt es demzufolge herauszufinden, welches Führungsverhalten sie gegenüber den Digital Natives, wie die Generation Y auch genannt wird, erfolgreich anwenden können. Dementsprechend ist es für Unternehmen von großer Wichtigkeit, die Veränderungen im Verhalten bzw. die Anforderungen der ,neuen‘ Mitarbeit nicht zu ignorieren.

Aufgrund der Tatsache, dass Freiheit, Unabhängigkeit, Gestaltungsmöglichkeiten sowie bedingungslose Offenheit als die grundlegenden Bedürfnisse der Y-Generation bezeichnet werden können, kann für die Führung angenommen werden, dass Transparenz, Partizipation und Individualität im Arbeitsalltag den Anforderungen der Generation Y entsprechen. Ein weiterer Aspekt, den die Generation Y stärker als ihre Vorgängergenerationen einfordert, ist das Streben nach Leistung und Spaß sowie die Frage nach dem Sinn des Lebens, was sich schlussfolgernd auf ihre Bereitschaft, Aufgaben in der Arbeitswelt zu übernehmen, auswirkt. Um eine Generation, die jegliches Handeln einer Führungskraft hinterfragt, erfolgreich zu führen, bedarf es einer hohen Kommunikationsbereitschaft auf der Seite der Führungskraft, um die Fragen der Generation Y zu beantworten. Führungsansätze, welche die Aspekte Kommunikation, Partizipation und individuelle Leistungsförderung berücksichtigen, können als bedeutsam für die Generation Y eingestuft werden.

2 - Prioritäten der Generation Y (Quelle: surveymonkey.com)
Wir bei der Allgeier Productivity Solutions legen besonders viel Wert auf eine offene, ehrliche und direkte Kommunikation mit der Basis des gegenseitigen Respekts und Vertrauens. Es sind die Hauptmerkmale unseres Arbeitsklimas, in dem wir jeden potenziellen Mitarbeiter, der unsere Werte teilt, begrüßen möchten. Dazu zählen u.a.: ,Sei ein Teamplayer‘, ,Stärke andere‘, ,Sei verlässlich‘. Jeder Mitarbeiter genießt ein uneingeschränktes Höchstmaß an Vertrauen, weil wir wissen, dass wir von einem verantwortungsvollen und professionellen Umgang ausgehen können. Gleich von Beginn an ermöglichen wir ein Mitwirken an Projekten und fördern eine kreativ gestalterische Einbringung unserer Mitarbeiter. Auch hohe Mitgestaltungsfreiräume außerhalb des eigenen Tätigkeitsbereiches gehören zu unseren Merkmalen. Für uns ist es von großer Bedeutung, dass unsere Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand sind. Daher schaffen wir Freiräume, damit Sie sich stetig fachlich und methodisch weiterbilden können. 

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Valeta Gilbert, Allgeier Productivity Solutions GmbHValeta Gilbert
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Abbildungsnachweis:
1: http://kreativ4more.com/sicherheit-im-internet-so-bereitwillig-gibt-die-generation-y-ihre-daten-frei/
2: https://de.surveymonkey.com/blog/de/wp-content/uploads/2015/02/Infografik_ThesenGesamt.jpg

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