2. Oktober 2012

Einführen von IT-Service Continuity Management

Im Blogeintrag von letzter Woche ging es um die Grundbausteine, die unserer Meinung nach wichtig sind um ein Continuity Management für IT-Services (ITSCM) im Unternehmen zu implementieren.

Existieren bereits die vorgelagerten Prozesse?

Wie sehen dann die "Next Steps" aus, um ITSCM einzuführen?
Zunächst sollte man sich der grundlegenden Ziele des ITSCM bewusst sein [1]:
  • Die Geschäftsprozesse eines Unternehmens, die durch Informationstechnologie unterstützt sind, sollen im Katastrophenfall ("worst case scenario") möglichst planvoll und zeitnah wiederhergestellt werden.
  • Geht man davon aus, dass der Katastrophenfall die IT-Services betrifft, dann bedarf es eines Recovery-Plans für alle unterstützenden IT-Services.
  • Um den Eintritt eines Katastrophenfalls zu minimieren, muss jeder IT-Service einen Continuity-Plan besitzen, der den Fortbestand des jeweiligen IT-Services regelt und sichert.
  • Die Recovery- und Continuity-Pläne sind innerhalb des ITSCM stets auf ihre Aktualität zu überprüfen.

Doch nun zurück zur Einführung eines ITSCM.
  1. Mit Hilfe des Risk Managements werden zunächst Risiken identifiziert und gesammelt, die einen Katastrophenfall auslösen können. Die Risiken können nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, Eintrittsnähe und möglichen Auswirkungen kategorisiert werden. So kann die Erstellung von Recovery- und Continuity-Plänen für bestimmte Services priorisiert werden.
  2. Aus dem Availabiltity Management lässt sich zum einen ablesen welche Verfügbarkeiten den Services zugeordnet sind. Die Verfügbarkeit ist wichtig für die Kontinuitätsplanung des Services.
  3. Zum anderen tragen Daten aus dem Capacity Management dazu bei, den Aufwand für die Wiederherstellung eines ausgefallenen IT-Services abzuschätzen. Demnach fließen diese Daten in den Recovery-Plan ein.

Mit Hilfe der Daten und Ergebnisse aus diesen Prozessen müssen nun die benannten Pläne erstellt werden. Und schon befindet man sich mitten im ITSCM.

[1] Michael Krause, Markus Bause, ITIL - Alles was manwissen muss, Edition 2011, SERVIEW GmbH, Bad Homburg

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