28. September 2012

Continuity Management für IT-Services

Am 26.09.2012 erschien in der online-Ausgabe der Computerwoche ein Artikel zum Continuity Management für IT-Services (ITSCM). Diesem Artikel liegt eine Studie der ITSM Consulting AG zu Grunde. Die Kernaussage ist folgende: Von 200 Firmen unterschiedlichster Größen sind über 40 % im Bereich des ITSCM wenig oder gar nicht tätig [1]. Untätig sein bedeutet, dass keine Continuity- bzw Recovery-Mechanismen erarbeitet sind oder nicht umgesetzt sind. Ohne diese Mechanismen können ausgefallene IT-Services erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse haben.
Bevor man sich jedoch in einer Organisation auf das ITSCM stürzt sollte man sich auch einige andere Prozesse, die zum Thema "Service Design" des ITIL-Kompendiums (Information Technology Infrastructure Library) gehören, anschauen [2]. 
  • Man muss sich der Risiken für die IT-Services bewusst sein! Dies wird mit einem Risikomanagement (risk management) abgedeckt. 
  • Unkorrektes Kapazitätenmanagement (capacity mangement) kann dazu führen das IT-Services überlastet sind. Gerade in technisch orientierten Services kann durch Überlastung ein Ausfall des gesamten Services für alle Kunden erfolgen. 
  • Das Managen der Verfügbarkeit von Services (availability management) stellt auch eine essentielle Aufgabe dar, wenn man qualitativ hochwertige Services anbieten möchte.
Wenn nun die in der Statistik auftauchenden Firmen diese drei Prozesse aktiv betreiben, so ist der Weg zu einem guten ITSCM nicht mehr weit. Auch wenn ITSCM nicht als Prozess implementiert ist, so sind die angebotenen IT-Services zumindest indirekt abgesichert.


Quellen:
[1] Karin Quack, "IT-Services lassen Katastrophen außer Acht", Computerwoche, Beitrag vom 26.09.2012, http://www.computerwoche.de/management/it-strategie/2523711 (abgerufen am 27.09.2012)
[2] Michael Krause, Markus Bause, ITIL - Alles was man wissen muss, Edition 2011, SERVIEW GmbH, Bad Homburg

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