18. Mai 2016

Add-ins für Microsoft SharePoint: einfache und sichere Funktionserweiterungen


Seit Einführung der 2013er-Version von SharePoint stellen so genannte Add-ins eine Möglichkeit dar, den Funktionsumfang der beliebten Webanwendung zu erweitern. Sie existieren neben den bereits bekannten Farm- und Sandkastenlösungen und werden von Microsoft empfohlen. Die Redmonder arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Add-in-Modells, das zahlreiche Vorteile im Hinblick auf Flexibilität, Stabilität und Sicherheit bietet. Es soll die anderen Lösungen weitestgehend ersetzen. Doch was genau sind Add-ins für SharePoint überhaupt, und worin besteht ihr Mehrwert für Unternehmen?

Was sind Add-ins für SharePoint?

Bei Add-ins für SharePoint handelt es sich um kleine, in sich geschlossene Programme, die den Funktionsumfang von SharePoint-Seiten erweitern. Zur Programmierung können neben .NET-Sprachen unter anderem auch PHP und JavaScript zum Einsatz kommen. Die Kommunikation mit dem SharePoint-Server erfolgt über dessen Client-Objektmodell sowie die REST-API, eine seit der Version 2013 für die SharePoint-Entwicklung verwendbare Programmierschnittstelle.
Die Funktionalität eines Add-ins kann dem Benutzer im Rahmen einer SharePoint-Seite auf drei verschiedene Arten zur Verfügung gestellt werden:
  • als vollständige neue Seite inklusive Benutzeroberfläche,
  • als „Add-in-Webpart“ – hier werden die Inhalte in einem iFrame angezeigt
  • oder in Form von Benutzeroberflächenbefehlen, beispielsweise als Erweiterung einer Menü-Schaltfläche.

Mehr Sicherheit im Sandkasten

Schon kurz nach dem Erscheinen der ersten SharePoint-Version bestand Bedarf an benutzerdefinierten Erweiterungen des Funktionsumfangs. Diese wurden damals ausschließlich über Farmlösungen auf Serverebene realisiert. Der direkte, uneingeschränkte Zugriff auf den Server setzte einen sehr bewussten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen sowie einen sehr sorgfältigen Programmierstil voraus. Fehler im Code konnten im schlimmsten Fall das gesamte System lahmlegen.

Die mit SharePoint 2010 eingeführten Sandkastenlösungen brachten deutliche Verbesserungen in Sachen Sicherheit mit sich und bildeten den Ausgangspunkt für die Entwicklung des Add-in-Modells. Serverseitige Sandkastenlösungen werden als Websitesammlungen implementiert und können nur noch auf diese zugreifen – und nicht mehr auf die Objekte der obersten Ebene. Dies bietet gegenüber herkömmlichen Farmlösungen einen deutlichen Vorteil, da die oberste Ebene vor Beeinträchtigungen durch fehlerhaften Code geschützt ist. Zudem konnte durch gezielte Begrenzung von Websitesammlungen auch der Ressourcenverbrauch begrenzt werden.

Im Rahmen der als „App-Modell“ eingeführten und später in „Add-in-Modell“ umbenannten Lösung wurden Teile des Sandkasten-Prinzips übernommen. Programmlogik, Daten und Hosting wurden allerdings in hohem Maße voneinander abgekoppelt. Laut Microsoft wird die Nutzung von codelosen Sandkastenlösungen (No-Code Sandboxed Solutions, NCSS) weiterhin möglich sein. Statt Sandkastenlösung mit benutzerdefiniertem Code, der serverseitig ausgeführt wird, sollen künftig jedoch Add-ins erstellt werden, die die gewünschten Funktionen bieten, jedoch nur noch eingeschränkte Zugriffsrechte auf dem Server benötigen.

Unterschiede zu herkömmlichen SharePoint-Lösungen

Add-ins unterscheiden sich vor allem durch die clientseitige Code-Ausführung von den bisher verwendeten SharePoint-Lösungen. So wird der SharePoint-Server entlastet und die Unabhängigkeit des Add-ins von SharePoint ist gewährleistet. Da kein benutzerdefinierter Code mehr serverseitig ausgeführt wird, erhöht das auch die Sicherheit und die Stabilität, denn der Serverbetrieb läuft unabhängig von den Add-ins – ganz gleich, ob das Add-in innerhalb einer SharePoint-Seite, auf Windows Azure oder bei einem Provider gehostet wird.

Darüber hinaus bieten SharePoint-Add-ins dem Anwender während des Installationsprozesses eine besonders hohe Transparenz im Hinblick auf die künftig benötigten Zugriffsrechte, denn diese sind bereits hier alle zu sehen. Der Installationsprozess selbst entlastet außerdem die IT-Abteilung, da eine Installation direkt über die Oberfläche möglich ist.

Eine weitere erwähnenswerte Neuerung ist die Möglichkeit des Vertriebs von SharePoint-Add-ins: Unternehmen können über Microsofts Office Store weltweit nach fertigen Lösungen suchen und so vergleichsweise Geld sparen. Öffentliche Nutzerbewertungen können überdies bei der Kaufentscheidung helfen. Eine zweite Möglichkeit zur Verteilung von SharePoint-Add-ins ist das Anlegen eines privaten Add-in-Katalogs. Hier können intern erstellte Anwendungen verwaltet und je nach Aufgabenbereich ausgewählt werden.

Add-ins als SharePoint-Lösung der Zukunft

Obwohl zahlreiche Unternehmen – vor allem jene, in denen ältere SharePoint-Versionen eingesetzt werden – noch immer auf Farm- und Sandkasten-Lösungen zurückgreifen, gehört die Zukunft den Add-ins. Sie werden auch im Hinblick auf die ab Anfang Mai erhältliche 2016er-Version von SharePoint eine immer bedeutender.

Die wichtigsten Vorteile der Add-in-Nutzung lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
  • Stabilität und Sicherheit dank des zugrundeliegenden Anwendungsmodells
  • clientseitiger ausgeführter Code und Cloud-Hosting entlasten den SharePoint-Server
  • einfacher und sicherer Installationsprozess ohne Zusatzaufwand für Administratoren
  • Verwendung plattformübergreifender Standards und einer größeren Bandbreite an Programmiersprachen
  • unkomplizierte Suche und einfacher Erwerb fertiger SharePoint-Lösungen über den Office Store und/oder interne Kataloge
  • Auslegung für die Cloud – cloudbasierte Ressourcen können flexibler genutzt werden
Nutzen Sie die Vorteile des Add-in-Modells von SharePoint zum Vorteil für Ihr Unternehmen. Nützliche SharePoint Add-ins finden Sie zum Beispiel auf unserer Website, die auf Basis langjähriger Erfahrung entwickelt wurden und sich auf Wunsch rasch um ein Corporate Design oder weitere Funktionen ergänzen lassen. 

Darunter zu finden ist ein Add-in für die Urlaubsverwaltung innerhalb Ihres Unternehmens, Add-ins für Reisekostenabrechnungen, sowie Spesenabrechnung und ein Poolfahrzeug Management für Ihren Fuhrpark.

3. Mai 2016

Cloud-Services für Unternehmen: Bedeutung, Chancen und Risiken


Cloud-Computing erfolgreich zu nutzen, bedeutet, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und Kosten in den Bereichen IT-Infrastruktur und -Administration einzusparen. Allerdings haben viele Unternehmen noch keine Vorstellung von den Möglichkeiten des abstrakten „Wolkengebildes“.

Um optimal von der Cloud profitieren zu können, ist es für Unternehmer und Führungskräfte unerlässlich, sich mit Konzepten und Möglichkeiten, aber auch mit Risiken des Cloud-Computing vertraut zu machen. Denn das Cloud-Konzept hat sich innerhalb kurzer Zeit vielfach bewährt und bietet für Firmen ein großes Potential, das weder ignoriert werden kann noch sollte.

22. März 2016

On-Premise Active Directory Migration in einem Office 365 DirSync-Szenario

Im Zuge interner Umstrukturierungsmaßnahmen ergab sich die Notwendigkeit unsere on-premise Active Directory Domain in eine neue Domain zu migrieren. Dies stellt prinzipiell keine große Herausforderung dar. Neue AD Domain aufbauen, einen Two-Way Trust zwischen der alten und der neuen Domain herstellen und anschließend mit Hilfe von ADMT die gewünschten AD Objekte in die neue Domain migrieren...

21. Oktober 2015

SharePoint 2016: Was ist Neu?

 
Endlich ist es soweit: Microsoft veröffentlichte in der letzten Augustwoche dieses Jahres eine Vorabversion des neuen SharePoint 2016. Interessenten, die die IT Preview Variante herunterladen, bekommen so noch vor der vollumfänglichen Veröffentlichung im Frühjahr 2016 bereits die Möglichkeit, einen ersten Einblick in die neuen  Features der Microsoft Lösung zu gewinnen.

Die erste wichtige Nachricht: On-Premise ist nicht tot! SharePoint 2016 erscheint nicht nur als reine Online Version, sondern wird weiterhin als hybride oder lokal angesiedelte Variante aufsetzbar sein. Einige neue Einstellungsmöglichkeiten vereinfachen die Verbindung zwischen Office 365 mit SharePoint 2016 On-Premise und erleichtert somit das Zusammenspiel der Funktionalitäten.

23. Juli 2015

Mobile Device Management (MDM) in Office 365


The growth of mobile devices, such as smartphones and tablets, changed the world rapidly. Today, according to the Cisco Visual Networking Index (VNI), there are almost as many mobile devices as humans on the planet: about 7 billion.

30. Juni 2015

Bedeutung eines Intranets für Consulting Unternehmen

Unternehmensweites Intranet

Durch die Digitalisierung unserer Arbeitswelt und die allgegenwärtige Internetverbindung unserer Arbeitsgeräte hat sich die Arbeitsweise vieler Mitarbeiter in den letzten Jahren stark verändert. Es ist weniger wichtig geworden, wo sich ein Mitarbeiter gerade befindet, wenn er seiner Arbeit nachgeht. Ob im Büro, beim Kunden, im Home Office oder von unterwegs aus kann er durch eine intelligente Intranetlösung doch stets mit allem verbunden sein und hat stets Zugriff auf seine Dokumente und Daten. Das enorme Potential eines Intranets zum Thema Mobile Working wird hingegen noch von vielen Unternehmen häufig unterschätzt. Das staubige Image des Intranet suggeriert die reine Darstellung von zentral gepflegten Informationen und den ausschließlichen Zugriff innerhalb der Firmenräume. In den letzten Jahren hat sich hier jedoch einiges getan. Durch die vielfältigen Einsatzszenarien kann ein unternehmensweites Intranet gerade für Beratungsunternehmen von großer Bedeutung sein – das Intranet als Kommunikations- und Kollaborationsplattform im Unternehmen, das Bindeglied zwischen Consultants im Kundeneinsatz und Arbeitgeber.