13. Januar 2018

Digitale Revolution im Büro: Der Arbeitsplatz der Zukunft ist Realität geworden


Der digitale Arbeitsplatz ist bereits jetzt für viele Arbeitnehmer Realität. Natürlich wird es immer Berufe geben, die nur vor Ort ausgeführt werden können. Doch schon heute lassen sich viele Tätigkeiten – vor allem im Bürobereich – auslagern. Denn wenn man ganze Callcenter nach Indien verlagern kann, dann sind auch digitale Arbeitsplätze im Homeoffice keine Utopie mehr. Und tatsächlich stellen immer mehr Firmen auf diese Arbeitsweise um und verabschieden sich von starren Strukturen. Somit bringt die Digitalisierung nicht nur technischen Wandel ins Büro, sondern verändert die Arbeitskultur insgesamt.

Die Anforderungen ändern sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen

Die Zeiten, in denen jeder sein eigenes Büro hatte, sind schon lange vorbei. Gerade in großen Unternehmen wurden vor allem aufgrund der Kostenersparnis Großraumbüros immer beliebter. Inzwischen hat sich das Konzept jedoch weiterentwickelt. Die vermeintlichen Vorteile der kurzen Kommunikationswege und der optimalen Raumausnutzung werden nämlich durch Nachteile oft aufgewogen. So fühlen sich viele Mitarbeiter im Großraumbüro unwohl und arbeiten ungern in klimatisierten und künstlich beleuchteten „Einzelzellen“. Auch der Geräuschpegel ist allgemein höher und Gespräche mit Kunden am Telefon vermischen sich mit Interaktionen der Mitarbeiter untereinander. Zudem führen die besseren Kommunikationswege häufig dazu, dass private Unterhaltungen geführt werden. Eine Lösung, die Arbeitnehmer und -geber zufriedenstellen kann, ist das Homeoffice, denn es bietet für beide eine größere Flexibilität.

Oft mangelt es an ausgereiften Konzepten für den digitalen Arbeitsplatz

Die Digitalisierung des Arbeitsplatzes ist in den letzten 25 Jahren geradezu explodiert. Klassische Büros mit Schreibmaschinen, analogen Telefonanlagen oder Faxgeräten sterben aus, da heutzutage über integrierte digitale Lösungen alles schneller und zumeist auch besser abgewickelt werden kann. Da die Voraussetzungen für einen digitalen Arbeitsplatz sich auf eine angemessene IT-Ausstattung (adäquate Computer und ggf. mobile Kommunikationsgeräte) beschränken, können Firmen ihre Mitarbeiter auch von zuhause aus arbeiten lassen. Für das Unternehmen bedeutet das Einsparungen hinsichtlich teurer Büroflächen, was insbesondere in Großstädten ein wichtiger Punkt ist. Die Produktivität lässt sich theoretisch ebenfalls steigern, da die Mitarbeiter mobiler, flexibler und agiler ihre Aufgaben erledigen können. In der Praxis klagen Arbeitgeber aber häufig darüber, dass die Kontrolle über die einzelnen Tätigkeiten der Mitarbeiter fehlt und die Erreichbarkeit nicht immer gegeben ist. Arbeitnehmer beklagen hingegen vor allem eine unflexible IT-Politik ihrer Unternehmen, die mit starren Vorgaben oder veralteten Geräten arbeiten. Es wird deutlich, dass ein flexibles Homeoffice bzw. die Digitalisierung von Arbeitsplätzen insgesamt nach tragfähigen Konzepten und Regeln verlangen, die von beiden Seiten eingehalten werden müssen.

Flexibilität soll nicht zur Anarchie verführen

Bei der Einrichtung eines Homeoffice-Arbeitsplatzes steht zunächst der technische Aspekt im Vordergrund: Der Mitarbeiter muss an seinem Arbeitsplatz über eine ausreichend schnelle Anbindung an das Internet verfügen. Außerdem muss es möglich sein, ungestört zu arbeiten, ein Punkt, der von den Arbeitnehmern häufig unterschätzt wird. Gleiches gilt für die Gewährleistung der Datensicherheit in einem privaten Arbeitsumfeld. Das oft von Arbeitgebern vorgebrachte Argument der mangelnden Produktivität und Arbeitskontrolle lässt sich hingegen relativ einfach durch Zeiterfassungssysteme und Produktivitätsvorgaben entkräften. Dabei sollte dem Chef allerdings auch klar sein, dass sich vor allem kreative Berufe nicht für ein typisches Acht-Stunden-Schema oder minutengenaues Tracking der Arbeitszeit eignen.

Moderne Tools können helfen, das Homeoffice zu realisieren

Microsoft gilt als Vorreiter bei der Einrichtung von Heimarbeitsplätzen. Mitarbeiter dieses Unternehmens können frei wählen, wo sie ihren Aufgaben nachgehen. Damit will der Softwarehersteller beweisen, dass nahezu jede Firma auf diese Weise arbeiten kann. Hilfreich sind dabei standardisierte Tools und Software-Lösungen, die für alle Arbeitnehmer online zugänglich sind. Cloudbasierte Lösungen haben den großen Vorteil, dass Dokumente immer aktuell sind und von allen beteiligten Mitarbeitern gleichzeitig eingesehen und bearbeitet werden können. Gerade bei Projektarbeiten ist dies ein ungeheurer Vorteil, den das „gewöhnliche“ Office-Paket bisher nicht bot. Durch die Verwendung von Office 365, SharePoint und Skype for Business werden notwendige Absprachen und Konferenzen über (Video-)Telefonie besonders einfach. Termine werden in ersterem erstellt, Unterlagen über den Firmen-SharePoint geteilt und das Meeting über Skype for Business abgehalten. Somit haben Unternehmen Einblick und Kontrolle in den Arbeitsfortschritt und erreichen ihre Mitarbeiter in der Regel problemlos. Zudem ist die Datensicherheit hinreichend gewährleistet. Der Arbeitnehmer profitiert hingegen von flexibler Freizeit- und Arbeitsgestaltung. Allerdings verschwimmen auf diese Weise die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Daher gibt es auch Gegner dieser Konzepte. So hat IBM – als ehemaliger Vorreiter im Homeoffice-Bereich – inzwischen einen Schritt zurück gemacht, da die Kreativität durch den fehlenden Austausch mit Kollegen vor Ort angeblich ausgebremst werde.

Das klassische Büro wird nicht völlig verschwinden

Es wird immer einen Bedarf für Büros in Unternehmen geben, in denen vor Ort Entscheidungen getroffen oder Kundengespräche geführt werden müssen. Ganz sicher wird sich der klassische Arbeitsplatz am Schreibtisch auch künftig weiterentwickeln und nicht mehr viel mit dem traditionellen Büro zu tun haben. Ob papierloses Arbeiten oder virtuelle Kommunikationswege – die Digitalisierung wird vieles erleichtern. Die Vor- und Nachteile eines Großraumbüros lassen sich im direkten Vergleich mit dem Homeoffice pauschal kaum erfassen und sind oft von überholten Glaubenssätzen der Unternehmer geprägt. Wichtig ist, dass klare Regeln für beide Seiten festgelegt und die standardisierten Arbeitsmittel effektiv genutzt werden. Das gilt vor allem für die digitalen Cloud-Lösungen, welche die Produktivität signifikant erhöhen können. Spezialisierte Firmen wie Allgeier Productivity Solutions bieten entsprechende Konzepte für Unternehmen an, die an einer konsequenten Digitalisierung des Arbeitsplatzes interessiert sind. Informieren Sie sich daher bei Allgeier umfassend über Software-Lösungen wie SharePoint, Office 365 und Skype for Business:
  • http://www.allgeier-ps.com/Office365/index.html
  • http://www.allgeier-ps.com/skype-for-business/index.html
  • http://www.allgeier-ps.com/sharepoint/index.html

Quellen:
https://www.salesforce.com/de/blog/2017/03/digitaler-arbeitsplatz--wie-der-workspace-der-zukunft-ihre-produ.html
http://blog.instaffo.com/grossraumbuero-vor-und-nachteile
https://www.computerwoche.de/a/der-arbeitsplatz-der-zukunft,3211574
https://www.cio.de/a/wie-wir-im-jahr-2030-arbeiten,3103921 
https://arbeits-abc.de/arbeitsplatz-der-zukunft/ 
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2017-03/homeoffice-stress-gesundheit-bezahlung-mitarbeiter-studie
http://www.stern.de/wirtschaft/news/microsoft-bietet-homeoffice--wieso-heimarbeit-beim-arbeitgeber-unbeliebt-ist-6454110.htm
http://www.spiegel.de/karriere/microsoft-home-office-und-flexible-arbeitszeit-fuer-alle-a-989526.html  
https://www.techtag.de/business/microsoft-top-10-tools-fuer-bessere-team-arbeit-in-2017/
https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/homeoffice-was-beim-arbeiten-von-zuhause-zu-beachten-ist_76_301172.html  
https://www.df.eu/blog/office-365-in-zukunft-einfacher-arbeiten/ 
http://www.presseportal.de/pm/32390/3504188 
http://www.stern.de/wirtschaft/news/microsoft-bietet-homeoffice--wieso-heimarbeit-beim-arbeitgeber-unbeliebt-ist-6454110.html
http://karrierebibel.de/home-office-tipps/
 

20. Dezember 2017

Customer Experience – die Bedeutung von Kundenerlebnissen für den Unternehmenserfolg


Um sich im digitalen Zeitalter am Markt zu behaupten, stehen Unternehmen vor enormen Herausforderungen. Aufgrund der weltweiten Vernetzung konkurrieren sie mit einer Vielzahl anderer Unternehmen und sind ohne spezielle Differenzierung austauschbar. Für eine erfolgreiche Positionierung am Markt ist es unausweichlich, sich von Wettbewerbern zu unterscheiden. Sowohl Produkte als auch Services müssen die Erwartungen der Kunden optimal erfüllen. Für nachhaltig zufriedene Kunden ist die Customer Experience von zentraler Bedeutung. Kunden mit guten Erfahrungen bleiben dem Unternehmen treu und empfehlen die Marke weiter. Nach einer Adobe-Studie haben viele Entscheider in deutschen Unternehmen die Bedeutung zufriedener Kunden erkannt und stellen die Customer Experience in den Mittelpunkt ihrer Strategie. Mehr als zwei Drittel sehen die Customer Experience als zentralen Erfolgsfaktor des digitalen Zeitalters. Für eine effiziente Umsetzung der Customer-Experience-Strategie und die konzentrierte Ausrichtung auf den Kunden müssen sowohl organisatorische als auch technische Maßnahmen getroffen werden.

Was ist Customer Experience?

Unter Customer Experience versteht man die Gesamtheit aller Erfahrungen, die Kunden oder potenzielle Kunden im Kontakt mit einem Unternehmen sammeln. Es existieren zahlreiche Kontaktpunkte zwischen Kunden und Unternehmen, die diese Erfahrungen positiv oder negativ beeinflussen. Diese reichen von der Werbung und Information über die Bestellung und den Konsum bis hin zur Nachbetreuung, Garantie und Kontaktpflege. Aufgrund der subjektiven Beurteilung der gesammelten Eindrücke entstehen kurze oder intensive Kundenbindungen.
Das Customer Experience Management stellt den Kunden bei allen Aktivitäten des Unternehmens in den Mittelpunkt und versucht, seine Erfahrungen positiv zu beeinflussen. Die Kundenwünsche und Kundenbedürfnisse sind bei allen Entscheidungen als Maßstab anzusehen. Ist das Customer-Experience-Management erfolgreich, entstehen loyale und langfristige Kundenbeziehungen.

Was ein positives Kundenerlebnis im digitalen Zeitalter so wichtig macht

Noch vor wenigen Jahren waren die Pflege von Kundenbeziehungen und die daraus resultierende Kundenerfahrung relativ überschaubar. Es gab nur wenige Vertriebs- und Handelswege und in vielen Bereichen standen persönliche Kontakte im Mittelpunkt. Mit der zunehmenden Vernetzung und den neuen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters hat sich die Zahl der Kontaktpunkte zwischen Unternehmen und Kunden stark erhöht. Heute werden Erfahrungen mit Produkten, Services und Unternehmen über viele verschiedene Kanäle gesammelt. Kunden informieren sich über Webseiten, empfehlen Produkte in sozialen Netzen oder chatten mobil mit Servicemitarbeitern. All diese verschiedenen Aktivitäten machen eine ganzheitliche Gestaltung der Customer Experience wichtig und zu einem zentralen Thema der Unternehmensstrategie. Damit eine Marke erfolgreich sein kann, ist dem Kunden eine plattformübergreifende, zusammenhängende Story zu bieten, die Produkte oder Service erlebbar macht. Eine gute Customer Experience sorgt dafür, dass sich der Kunde emotional identifiziert und im Optimalfall zu einem Multiplikator und Markenbotschafter wird. Da Kontakte mit wenigen Klicks und zu jeder Zeit auch mobil entstehen können, muss die Customer-Experience-Strategie alle Kanäle ganzheitlich in Echtzeit bedienen.

Wieso Experten benötigt werden

Um die Kundenstrategie im Sinne einer optimalen User Experience auf den höchsten Unternehmensebenen voranzutreiben, werden Experten benötigt, da das herkömmliche Management diese Aufgabe nicht leisten kann. Eigene Führungskräfte mit speziellem Fokus auf den Kunden sind dafür da, die Customer Experience zu verbessern. Sie sorgen dafür, dass alle Berührungspunkte konsistent sind und bedienen die digitalen Tools und Kanäle mit Expertenwissen. Solche Experten-Positionen sind beispielsweise der Chief Experience Officer oder der Chief Customer Officer.

Wie Unternehmen im B2B-Bereich positive Kundenerlebnisse im Zuge der Digitalisierung schaffen und vorantreiben

Nicht nur im Privatkundenbereich (B2C), sondern gerade im Geschäftskundenvertrieb (B2B) bietet das digitale Zeitalter mit Internet und mobilen Technologien enorme Chancen, sich von Wettbewerbern abzusetzen und den Unternehmenserfolg zu steigern. Es existieren zahlreiche neue Absatzkanäle und ein fast unbegrenztes Informationsangebot, das den B2B-Bereich radikal verändert. Wie die Accenture-Studie „B2B Customer Experience 2015“ deutlich macht, hat ein Großteil der B2B-Unternehmen die Wichtigkeit einer positiven Customer Experience erkannt. Um die Profitabilität und den wirtschaftlichen Erfolg zu steigern, ist ein differenziertes Kundenerlebnis von zentraler Bedeutung. Erster Schritt zu einem positiven Kundenerlebnis ist die Vereinfachung der Interaktion mit dem Kunden. Entscheidend ist es, festzustellen, wie echter Mehrwert für den Kunden entsteht und wie die passenden Lösungen hierfür bereitgestellt werden können. Komplexe Abläufe und gehobene Ansprüche von B2B-Kunden sind dank Digitalisierung effizient zu bedienen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten sollte stets der Mehrwert für den Kunden und die Erleichterung seiner Geschäftstätigkeit stehen. Hierzu sind neue digitale Vertriebspraktiken zu nutzen. Wichtig gerade im B2B-Bereich ist es zudem, den Service nicht separat zu betrachten, sondern Produkt und Service zu einem Customer-Experience-Gesamtpaket zu kombinieren. Grundlage für eine optimale Customer Experience im B2B-Bereich stellen leistungsfähige CRM-Systeme und ausreichende Investitionen in die Digitalisierung dar. Vorreiter in diesem Sektor verwenden etwa zwei Drittel des Kundenerlebnis-Budgets für digitale Bereiche.

Von der Landingpage bis zur Nachbetreuung – die Customer Journey aktiv gestalten

Die Customer Journey umfasst alle Zyklen, die der Kunde beim Kauf eines Produktes durchläuft, und all seine weiteren Berührungspunkte mit einer Marke, einem Produkt oder einem Service. Die Phasen bis zur Kaufentscheidung sind folgendermaßen definiert:
  • Bewusstsein wecken
  • Interesse verstärken
  • Kaufwunsch des Kunden
  • konkrete Kaufabsicht
  • Kauf
Um die Customer Experience positiv zu gestalten, ist die komplette Customer Journey zu betrachten. Das reicht von der ersten Landingpage im Web über hohe Konversionsraten bis hin zum Kundenbeziehungsmanagement sowie der Nachbetreuung und dem Wiederkauf. Zu berücksichtigen sind die Besonderheiten des digitalen Zeitalters wie sogenannte Always-Online-Kunden, mit denen Unternehmen in Echtzeit über die verschiedenen Kanäle interagieren. Es sind hierzu vor allem die mobilen Endgeräte der Kunden zu bedienen. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Personalisierung der Kundenansprache. Für individuelle und personalisierte Angebote sind die Bedürfnisse im Vorfeld genau zu analysieren. Auf keinen Fall sollte digitales Marketing nach dem Gießkannen-Prinzip erfolgen. Über alle Kanäle hinweg erwarten Kunden eine durchgängige Customer Experience mit aufeinander abgestimmten Angeboten. Vertrauensfördernd beim Kunden wirkt der transparente und sichere Umgang mit seinen persönlichen Daten. Abgerundet wird die aktive Gestaltung der Customer Experience durch Self-Service-Angebote wie Apps für Mobilgeräte und digitale Prozesse wie Kundendienst per Chat im Messenger. Um Geschäftsprozesse zu digitalisieren, bildet beispielsweise Dynamics 365 von Microsoft eine zentrale Plattform. Dynamics 365 kombiniert die klassischen Kernkomponenten wie CRM und ERP mit weiteren Anwendungen und Tools. Dadurch lassen sich moderne Geschäftsprozesse für eine gute Customer Experience abbilden.
Das digitale Zeitalter macht mit seinen neuen Möglichkeiten und Kanälen die Customer Experience zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Unternehmen aus dem B2B-Sektor können sich mit einer aktiven Gestaltung der Customer Journey für ein optimales Kundenerlebnis von Wettbewerbern abheben.

Quellen:
http://www.absatzwirtschaft.de/customer-experience-deutsche-unternehmen-erklaeren-das-kundenerlebnis-zur-chefsache-63655/
https://www.pinuts.de/blog/webstrategie/definition-customer-experience-management 
http://www.rds.de/neu-microsoft-dynamics-365 
http://espresso-digital.de/2015/01/29/customer-experience-warum-im-digitalen-so-wichtig/https://www.salesforce.com/de/blog/2016/11/customer-experience--so-sorgen-sie-fuer-ein-positives-kundenerle.html 
https://community.dynamics.com/b/dynamicsblog-de-ch/archive/2016/05/09/warum-man-in-jedem-unternehmen-experten-f-r-kundenerlebnisse-braucht
https://www.accenture.com/de-de/insight-managing-b2b-customer-experience 
https://www.vertriebsmanager.de/ressort/die-revolution-im-b2b-vertrieb-613856966 
http://www.channelpartner.de/a/in-10-schritten-zur-optimalen-customer-journey,3048010
http://www.euroshop-tradefair.com/cgi-bin/md_euroshop/custom/pub/show.cgi/Web-ProdDatasheet/prod_datasheet?lang=2&oid=11447&exh_id=1689
https://de.wikipedia.org/wiki/Customer_Journey 
https://www.pinuts.de/blog/webstrategie/definition-customer-experience-management

22. August 2017

Recruiting von IT-Spezialisten – ein Blick hinter die Kulissen


Für viele Unternehmen in Deutschland ist der Fachkräftemangel im IT-Bereich ein ernstzunehmendes Problem. Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft und nicht wenige Stellen bleiben aufgrund ungeeigneter Kandidaten über lange Zeiträume unbesetzt. Um talentierte IT-Spezialisten im digitalen Zeitalter zu rekrutieren, sind deshalb neue Wege zu beschreiten.

Die aktuelle Lage auf dem IT-Arbeitsmarkt und Folgen des Fachkräftemangels

Nach wie vor fehlen in Deutschland IT-Fachkräfte in hoher Zahl. Nach Schätzungen sind mehr als 40.000 Stellen unbesetzt. Da in den nächsten Jahren mehr Spezialisten gebraucht werden als neue Talente in die Branche nachrücken, ist davon auszugehen, dass sich diese Situation zukünftig weiter verschärfen wird. Schon heute sprechen viele daher vom so genannten „War for Talents“, bei dem Firmen immense Anstrengungen unternehmen, um ITler für ihre Stellenangebote zu begeistern. Betrachtet man die enormen Umsatzeinbußen, die durch den Fachkräftemangel und die Produktivitätsausfälle entstehen, sind die Anstrengungen gerechtfertigt. Im Durchschnitt kostet eine über sechs Monate unbesetzte Position einer hochqualifizierten Fachkraft den Unternehmer 130.000 Euro. Hochgerechnet auf die deutsche Wirtschaft entspricht dies laut dem Center for Economics and Business Research Gesamtkosten von rund 27 Milliarden Euro. Hinzu kommt, dass Ressourcen für neue Ideen und Innovationen im deutschen IT-Sektor fehlen und die Gefahr besteht, den Anschluss im Bereich der Spitzentechnologien zu verlieren.

Welche Fehler Unternehmen bei der Suche nach IT-Fachkräften begehen

Die Situation für die Unternehmen verschärft sich zusätzlich, wenn im Recruiting-Prozess elementare Fehler begangen werden. Firmen verabschieden sich dadurch quasi von selbst vom Kampf um die besten IT-Talente. Häufige Fehler in der Talentsuche sind:
  • fehlende Angaben und Intransparenz über die zu besetzende Stelle
  • mangelnde Einbindung der IT-Abteilung oder externer Recruiting-Experten durch die Personaler
  • zu hohe Bewertung von Berufserfahrungen und Abschlüssen
  • zu hohe Bewertung technischer Skills im Vergleich zu sozialen Kompetenzen
  • Nutzung veralteter Kanäle

Recruiting im digitalen Zeitalter

Die Zeiten, in denen es ausreichend war, eine Stellenanzeige in einer Zeitung zu schalten, um einen geeigneten Bewerber zu finden, sind in der IT-Branche längst vorbei. Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen in unserer Gesellschaft und der Wirtschaft im digitalen Zeitalter müssen sich Unternehmen heute im Recruiting völlig neuen Herausforderungen stellen. Es hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden und Unternehmen sind nicht mehr einfache Stellenanbieter, sondern Bewerber um IT-Talente. Die modernen Kanäle, auf denen heute Stellen angeboten oder Talente angesprochen werden, sind online und mobil nutzbar.

Wie Arbeitgeber mit Employer Branding attraktiv bleiben

Hat das Umdenken beim Recruiting von IT-Spezialisten stattgefunden und das Unternehmen sieht sich tatsächlich als Bewerber bei den Talenten, ist es wichtig, möglichst attraktiv auf die Zielgruppe zu wirken. Hier kommt das so genannte „Employer Branding“ ins Spiel. Es steht für die Pflege und den Aufbau des Arbeitgebers als eine eigene Marke. Beispiele für Employer Branding können Imagekampagnen von Unternehmen sein, bei denen gezielt auf Besonderheiten im Bereich der Unternehmenskultur, des Talentmanagements, der Gestaltung des Arbeitsumfelds oder der Work-Life-Balance hingewiesen wird. Als Beispiel kann das Employer Branding Profil der Allgeier PS bei kununu dienen.

Die Kanäle für die Kandidatensuchen

Heute existiert eine Vielzahl verschiedener Kanäle, auf denen Stellen ausgeschrieben werden. Die größte Bedeutung hat darunter die eigene Unternehmens-Website. Gut 90 Prozent der Top-1.000-Unternehmen in Deutschland veröffentlichen auf Webseiten wie auf den Karriereseiten von Allgeier ihre Stellenangebote. Ebenfalls von gleichbleibend hoher Bedeutung sind Internet-Stellenbörsen. Über die Bundesagentur für Arbeit sind circa drei von zehn Vakanzen ausgeschrieben. Immer wichtiger werden bei der Stellensuche die sozialen Medien. Die 1000 größten Unternehmen veröffentlichen dort gut ein Viertel ihrer offenen Stellen mit steigender Tendenz. Immer unwichtiger für die Stellenausschreibungen werden die klassischen Printmedien. Weitere Kanäle sind das Recruiting über eigene Mitarbeiter oder über externe Agenturen.

Die Bedeutung der Headhunter für Unternehmen

Um auf dem angespannten Markt für IT-Fachkräfte und im War of Talents zu bestehen, spielen Headhunter eine wichtige Rolle. Allerdings müssen sie, um einen Kandidaten erfolgreich zu rekrutieren und zu vermitteln, heute teilweise anders arbeiten als noch vor wenigen Jahren. Längst ist es nicht mehr ausreichend, geeignete Bewerber über Jobbörsen oder andere Kanäle ausfindig zu machen und sie per Anruf oder per E-Mail mehr oder weniger wage anzusprechen. IT-Spezialisten erwarten konkrete Angaben über die zu besetzende Stelle und möchten mit modernen Technologien und attraktiven Gehältern umworben werden. Am liebsten unterhalten sie sich mit einem Headhunter, der ihnen auf technischer Seite auf Augenhöhe begegnet. Geheimniskrämerei und Intransparenz sind out und führen oft zu direkten Absagen des Bewerbers schon beim ersten Kontakt. Da über 90 Prozent der ITler grundsätzlich offen für das Active Sourcing über soziale und professionelle Netzwerke sind, ist es für Headhunter entscheidend, vor allem diese Kanäle intensiv zu nutzen.

Die Zukunft des IT-Recruitings

Das Recruiting steht angesichts des digitalen Zeitalters vor einem Wendepunkt. Neue Technologien bieten für Recruiter neue Möglichkeiten und Chancen. Innovative Tools der Personalgewinnung ergänzen oder ersetzen traditionelle Werkzeuge. Schlagworte in diesem Bereich sind Robot Recruiting und Matching. Robot Recruiting unterstützt den Suchenden beim Herausfiltern der Personen, deren Profil zur Stelle passt. Matching kann beispielsweise Profildaten von Facebook-Usern mit den Anforderungen von freien Stellen abgleichen. Die Stellenanzeige wird anschließend direkt dem Facebook-User wie personalisierte Werbung angezeigt. In der Personalgewinnung werden Spezialforen ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Dort ist die gewünschte Zielgruppe bereits stark verdichtet und direkt ansprechbar.

Die Suche nach IT-Fachkräften stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, nicht die typischen Recruiting-Fehler zu begehen und die neuen Kanäle und Techniken des digitalen Zeitalters konsequent zu nutzen. Entscheidend ist, dass sich die Firmen darüber im Klaren sind, dass sie gegenüber den Kandidaten als Bewerber auftreten und sich durch Employer Branding attraktiv darstellen.

Quellen:
http://de.dice.com/nachrichten/it-arbeitsmarkt-der-dice-job-market-report-2016/
https://towerconsult.de/bewerberblog/2015/11/diese-5-fehler-solltest-du-im-it-recruiting-vermeiden/http://www.competitiverecruiting.de/IT-Recruiting-leichter-gemacht-DICE-IT-Jobmarket-Report-2016.html#.WL591X_3B_k 
http://www.careerteam.de/de/presse/careerteam-whitepaper/CT-Whitepaper-Recruiting-im-digitalen-Zeitalter-Kapitel-1.pdf 
http://t3n.de/news/it-recruiting-fuer-recruiter-622588 
http://www.spiegel.de/karriere/ein-personalberater-erzaehlt-das-abc-des-headhunting-a-769494.html
http://www.spiegel.de/karriere/erfahrungen-mit-headhuntern-krampfaderexperte-und-parkplatztreff-a-769911-2.html
https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/wiai_lehrstuehle/isdl/Recruiting_Trends_2015.pdf
https://www.ihk-koeln.de/Die_Zukunft_im_Recruiting.AxCMS?ActiveID=2608
http://personalmarketing-nerds.de/personalmarketing-fuer-itler/
http://www.presseportal.de/pm/113172/2723034 
https://de.wikipedia.org/wiki/Employer_Branding 
https://www.lecturio.de/magazin/headhunter/